DART-FLIGHT
Neben dem Barrel und den Spitzen besteht ein Dartpfeil noch aus einem Schaft (Shaft), wo der „Flight“ eingesetzt wird. Zumindest war dies bis vor ein paar Jahren noch der Standard….
Der Flight gibt dem Dartpfeil die Stabilität in der Luft, wie die Flügel bei einem Flugzeug.
Ein deutscher Begriff für „Flight“ ergibt im Zusammenhang mit Dart keinen Sinn. Eventuell könnte man noch Flügel dazu sagen… aber lassen wir dies….
In den Anfängen des Darts wurden die Flights noch aus Federn oder Papier gefertigt bzw. selbst gebastelt. Heutzutage sind diese aus Polymer (Oberbegriff für Kunststoffe, Kunstfasern und Biopolymere) oder Nylon (Stoffgewebe) gefertigt.
Die Stärke der Fligths wird in Mikron angegeben. Je stärker das Material, desto stabiler, aber auch schwerer wird der Flight. Die Stärken bewegen sich zwischen 75 und 150 Mikron. Sehr gute Flights sind u.a. die der Firma Pentathlon in einer Stärke von 100-150 Mikron.

Die wohl immer noch am meisten genutzen Flights und Schäfte
Formen der Flights
Es gibt die Standardform, welche die meisten Darter*innen spielen. Relativ selten wird die „Slim“-Version eingesetzt, welche zwar weniger stört beim Gruppieren der Darts, aber auch den Pfeil weniger stabilisiert in der Luft. Die Slim-Form ist eher etwas für Spieler mit dem perfekten Wurf, wie etwa Phil Tayler, welcher diese Flights einsetzte.
Die „Kite“-Form sieht man gelegentlich auch, sehr selten die „Pear“- oder „Vortex“-Form. Auch Flights mit nur 3 Flügeln gehören zu den Exoten.
Für Anfänger gilt: Nehmt die Standard-Form!

Montage der Flights
Der Flight wird aufgeklappt und in den Schaft eingesetzt. Dieser hat am Ende zwei Schlitze überkreuz und klemmt den Flight dann ein. Meist wird noch ein kleiner Sprengring aus Metall eingesetzt, welche zuerst auf den Schaft geschoben wird und dafür sorgt, dass der Flight besser hält. Naja… kann sein, kann aber auch nicht sein…
Wenn der Ring für einen besseren Halt sorgen soll, dann empfehlen wir den Flight mit einem „Flight-Locher“ zu lochen, den Ring von der Seite einzuschieben und dann den Flight mit Ring in den Schaft einzusetzen. Ein Tropfen Sekundenkleber dazwischen schütz auch vor dem lästigen verlieren des Flights... dann wirft man aber auch den Shaft weg, wenn nur der Flight eine Beschädigung hat.
Dies alles sind Gründe, warum das klassiche Schaft-Flight System immer weniger genutzt wird.
Shaft-Flight aus einem Guss
Während eines Spiels einen heruntergefallen Flight suchen, aufheben und wieder auf den Shaft tütteln ist ätzend. Ein Robin-Hood ist lustig aber kostet Punkte und ein Bouncer wegen des Halteringes ist richtig mies. Dies alles kann man seit ca. 2015 umgehen. Die Firma L-Style brachte die ersten Komplettsysteme auf den Markt, jedoch waren nur wenige bereit dafür 12-15 EUR zu zahlen. Mittlerweile bekommt man von fast allen Herstellern diese Produkte zwischen 5 und 18 EUR. Manche sind härter, manche weicher ... hier und da unterscheiden sie sich ein wenig. Die Länge kann man sich natürlich immer aussuchen. Sicherlich sind sie sehr teuer gegenüber einem guten Satz Schäfte (80 Cent) und einem guten Satz Flights (80 Cent), welche zusammen auf 1,60 EUR kommen inkl. Ringe. Allerdings sind die Vorteile groß und die Haltbarkeit kann durchaus 1-2 Jahre sein, selbst wenn man viel spielt.

Shaft-Flight - außer einem Guss. Teuer, aber sinnvoll.
Spzielle Systeme
Es gibt Klick- und Schreubsysteme Systeme, wo man den Flight auf den passenden Schaft klickt oder schraubt, sowie "Spin"-Systeme wo sich der Flight frei drehen kann. Auch in Sachen Oberfläche gibt es eine Fülle von Versionen und Marketingversprechen.
Am Ende schaut man sich die Dartprofis aus den 70er und 80er Jahren auf YouTube an und stellt fest, dass diese das einfachste und heutzutage "billigste" Material spielen und dies nicht schlechter als heute.
Würde es einen Vorteil verschaffen, wenn Flights sich freie drehen können oder exotische Formen haben, dann würden die aktuellen Profis diese bestimmt einsetzen.





