Dartsportzentrum Rheingau
FC OESTRICH 1920 e.V.

DART-SCHAFT

Jeder Dartbarrel hat am Ende ein genormtes Gewinde (2BA), egal ob Steeldart oder E-Dart. So kann man Schäfte beide Darts nutzen, was praktisch ist.
Ausnahmen sind ältere Darts bzw. Barrels aus den 70ern und 80ern Jahren, wo ein größeres Gewinde eingeschnitten wurde und es schwierig gibt noch passendes Zubehör zu kaufen.

Verschiedene Ausführungen von Dartschäfte (Dart-Shafts)

Material der Dart-Shafts

Klassische Schäfte sind aus Nylon, was aussieht wie Plastik und auch ein Kunststoff ist. Hier gibt es qualitativ große Unterschiede, was die Haltbarkeit und Flexibilität angehen.
Kunststoff ist halt nicht Kunststoff – auf die Zusammensetzung kommt es an!
Generell ist ein guter Nylon-Schaft das Beste, was man einsetzen kann.
Nachteile kann man sich kaufen mittels Schäfte aus Aluminium, Carbon oder Titan. Aluminium ist generell schlecht, weil es sich bei einem Sturz schnell verbiegen kann und nicht wie Nylon in seine Ursprungsform zurückfindet. Außerdem ist Alu spröde und bricht sehr gerne.
Metall auf Metall gibt auch keinen guten Halt und man ist schnell genervt von ständigen nachdrehen der Schäfte während des Spiels. Hierfür kann man sich dann Gummiringe kaufen und diese zwischen die Metalle einsetzen. Für zusätzliche Kosten bekommt man also zusätzlichen Aufwand.
Titan ist sehr hart, bricht und verbiegt nicht so schnell wie Alu. Kostet ordentlich Geld und bringt Vorteile, die nur die Marketingabteilungen beschreiben können.
Carbon ist ein leichtes stabiles Material, welches aber bei falscher Belastung schnell bricht. Es ist ein Kunststoff, welcher mit Kohlefasern und großer Hitze sowie Druck hergestellt wird. Es gibt sinnvolle Einsatzgebiete für dieses teure Verbundmaterial, ob es ein Dartschaft ist, kann bezweifelt werden.

Längen und Oberflächen

Es gibt die Schäfte in unterschiedlichen Längen. Am meisten wird die mittlere, "normale" Länge gespielt. Kurze Schäfte machen kurze Darts, welche schwieriger zu werfen sind. Zu lange Schäfte ergeben mit dem Barrel einen sehr langen Dart, welcher wiederum sehr viel Platz auf dem Board einnimmt und verdeckt.
Allerdings kann ein kurzer Schaft auf einem langen Barrel perfekt sein, wie ein langer Schaft auf einem sehr kurzen Barrel. Hier muss jeder selbst ausprobieren, was gut in der Hand liegt und stabil fliegt.
Die Oberflächen der Shafts sind in der Regel glatt. Manche haben Rillen, Noppen oder sonst was um einen besseren Gripp zu geben für die Darter, die Finger am Schaft beim Wurf haben und Gripp benötigen.

Spezielle Schäfte

Es gibt Systeme, wo der Flight einen passenden Schaft benötigt. Es sind meist inkompatible Klick- und Schraub-Systeme diverser Hersteller für einen höheres Preis.
Hier gilt – ausprobieren und eigene Meinung bilden.

Die Zukunft des Dart-Shafts

Wenn man sich den durchaus sinnvollen, aktuellen Trend ansieht, dann hat der klassische Shaft, welcher eingeschraubt wird und den Flight aufnimmt, keine Zukunft mehr. Immer mehr Darter*innen setzen auf ein Shaft-Flight-System aus einem Stück, welches ausschließlich Vorteile hat, aber preislich über die Nutzungszeit etwas teurer ist.
Schäfte und Flights sind am Verbrauchsmaterialien wie ein Tennis- oder Tischtennisball. Es ist wichtig, dass diese gut sind eine gewisse Zeit, bis sie in der Tonne landen.

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